Aluminium in Deos: Wie schädlich sind die Salze tatsächlich?

Aluminium in Deos: Wie schädlich sind die Salze tatsächlich?



Du fühlst dich verschwitzt? Schnell ein Antitranspirant aufgetragen! Du machst dich fertig für den Tag? Ein Spritzer Deo kann nicht schaden! Deodorants gehören bei vielen Menschen zum morgendlichen Ablauf, wie das Zähne putzen. Seit einigen Jahren wird allerdings besonders um einen Wirkstoff viel Wirbel gemacht: Das Aluminium in Deos. Wir haben uns durch den Mythos rund um das Leichtmetall gewühlt. 

 

Was hat Aluminium in Deos eigentlich verloren?

Aluminium in Deos

Aluminium bzw. Aluminiumsalze werden bei den meisten Pflegeprodukten als “Aluminiumchlorhydrate” angeführt. Ihre Aufgabe ist sehr simpel: Durch sie verengen sich die Poren unter deinen Achseln. Dadurch kann weniger Schweiß austreten und du fühlst dich länger frisch. Abgesehen vom Geruch sind sie also für eine essentielle Aufgabe der Deodorants verantwortlich. Und damit sind wir schon beim Kern der Leichtmetall-Problematik angelangt. Ein Antitranspirant ohne Aluminum kann, von der schweißhemmenden Seite her, nicht mit Alu-belasteten Produkten mithalten. Logisch, dass sich daher viele Hersteller weigern, auf Aluminium in Deos zu verzichten.

 

 

Der Vorwurf: Krebserregend und nervenschädigend.

Aluminium in Deos

Aluminium hat nicht nur in Kosmetika ein schlechtes Image. Auch die Alufolie musste in den letzten Jahren viel Kritik einstecken. Der Grund: Unter gewissen Bedingungen kann sich das Aluminium lösen und in den Körper gelangen. Mehrere Forschungen deuten darauf hin, dass ein zu hoher Leichtmetall-Gehalt mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden und sogar Krebs auslösen kann. Umso schlimmer, dass wir den Inhaltsstoff auch in Lebensmitteln, Trinkwasser, Zahnpasta & Co. entdecken können.

Aluminium in Deos

Back to business: Es macht einen großen Unterschied, ob du dein Deo auf trockener intakter Haut oder direkt nach dem Rasieren aufträgst. Im Jahr 2012 verglich ein Toxikologe die beiden Anwendungsarten. Das Ergebnis: Es gelangt um ein Vielfaches mehr an Aluminium bei leicht verletzter Haut in deinen Körper, weil keine Schutzbarriere vorhanden ist. Andere Studien mit dem Fokus auf das Krebsrisiko und Alzheimer waren allerdings bisher sehr widersprüchlich und die Vorwürfe konnten nicht bewiesen werden. Experten raten jedoch deutlich von dem Gebrauch eines Aluminium-haltigen Antitranspirants ab. Zu unklar sind die Folgen, die es für den Körper haben kann.

Das Leichtmetall kann langfristig in unser Gehirn gelangen und dort nervenschädigend wirken. Hier liegt die eventuelle Verbindung mit Demenz begründet. Im Hinblick auf das Brustkrebsrisiko macht die Forscher vor allem eines wachsam: Brustkrebs tritt meistens im Bereich der Achselhöhlen auf. Das könnte durch die Verwendung von Deodorants verschuldet sein. Die Salze lagern sich in den empfindlichen Lymphknoten ab und es bilden sich Krebszellen. Nichtsdestotrotz sind noch viele mehr Studien nötig, um die Langzeiteffekte einschätzen zu können.

 

 

Das Paradoxon und die Alternativen.

Aluminium in Deos

Wir haben bereits angesprochen, dass sich Aluminum in sehr vielen Bereichen unseres Lebens wiederfinden lässt. Es lässt sich darüber diskutieren, warum es genau in Deodorants derart an den Pranger gestellt wird. Wird ein gewisses Maß an Aluminium in der Woche nicht überschritten, hat es angeblich keine Auswirkungen auf unseren Körper. Und die Summe setzt sich logischerweise aus allen Aluminium-Quellen zusammen. Ob du jetzt vermehrt bei den Lebensmitteln darauf achten möchtest oder lieber zu einem Alu-freien Antitranspirant greifst, bleibt letztendlich dir überlassen. Hier findest du zum Abschluss noch eine Liste aller Deos ohne das Leichtmetall.



Aluminium in Deos: Wie schädlich sind die Salze tatsächlich?