Mein erstes Semester Publizistik an der Uni Wien, eine Studentin berichtet.

Mein erstes Semester Publizistik an der Uni Wien, eine Studentin berichtet.



Gastautorin Sanela teilt mit uns ihre Erfahrungen über ihr erstes Semester als Publizistikstudentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien: Meinen Start ins erste Semester würde ich persönlich als chaotisch bezeichnen. Ich habe damals Vorfreude empfunden, aber gleichzeitig fühlte ich mich auch etwas hilflos und verloren. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde. Um dich davor zu bewahren, einfach so unvorbereitet in ein fremdes Terrain einzudringen, sind hier ein paar Tipps, die ich im Laufe meines ersten Semesters sammeln konnte.

Publizistik-Tipp Nr. 1: Planen ist das A und O, nicht nur im ersten Semester Publizistik.

Publizistik Uni Wien

Wenn du dir bis heute nicht aneignen musstest, dir jeden Termin in den Terminplaner einzuschreiben, dann solltest du jetzt damit beginnen. Es werden haufenweise Termine und Deadlines auf dich zukommen, die eingehalten werden müssen. Es beginnt mit der Anmeldefrist des Wunschstudiums und erstreckt sich über Vorlesungstermine, sowie Abgabefristen und Prüfungstermine. Es kann leicht passieren, dass du da den Überblick verlierst. Also am besten alles aufschreiben.

Zusätzlich zur Planung gehört es auch, sich ausreichend Zeit für die Anreise zu nehmen. Es kann sein, dass nicht alle Vorlesungen am gleichen Ort stattfinden, sondern du zu einem anderen Gebäude hinfahren musst. Am besten wäre es, wenn du dir vor der ersten Vorlesung einen Tag Zeit nimmst und zum Veranstaltungsort fährst, einfach um zu wissen, wo du für die Vorlesung hin musst. Dadurch ersparst du dir das Zuspätkommen und eine Menge Stress.

Publizistik-Tipp Nr. 2: Das Richtige Equipment

Uni Wien Publizistik

Im Grunde brauchst du für die Vorlesungen nur einen Stift und etwas Papier. Am besten also einfach gleich einen Collage-Block verwenden. Das Schreibutensil ist egal. Einfach das verwenden, was am bequemsten für dich ist. Natürlich gibt es Leute, die ein Notebook oder ein Tablet mit zur Vorlesung nehmen und damit ihre Mitschriften verfassen. Ist natürlich auch möglich, aber kein Muss.

Es kann jedoch sein, dass für bestimmte Übungen ein Technikeinsatz erforderlich sein könnte. Das solltest du vorher aber gesagt bekommen. Manchmal reicht auch ein Smartphone aus, um sich beteiligen zu können. Also einfach darauf achten, dass das Smartphone reichlich aufgeladen ist. Um dies zu garantieren, empfiehlt es sich zusätzlich, immer eine Powerbank bei sich zu haben.

Für den Fall, dass du dir doch ein Notebook zulegen möchtest, empfiehlt sich ein leichteres Modell, da du bedenken musst, dass du es fast täglich mitschleppen wirst. Auch eine lange Akkulaufzeit wäre wärmstens zu empfehlen, da es leider nicht in jedem Hörsaal eine Auflademöglichkeit gibt. Es werden viele Modelle zu unterschiedlichen Preisen angeboten, also am besten einfach vorher informieren welches Gerät deinen Wünschen entsprechen würde, bevor du dich zu einem Kauf entschließt.

Publizistik-Tipp Nr. 3: Lernen, aber wie?

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Du solltest dir das Lernen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es sind viele Fächer, für die gelernt werden muss. Einen Tag vor der Prüfung damit anzufangen ist auf keinen Fall zu empfehlen, da es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausgehen wird. Dafür sind es zu viele Fächer und viel zu viel Prüfungsstoff.

Ich empfehle dir, Zusammenfassungen zu erstellen oder dir während des Lesens Notizen zu machen. So merkst du dir nach erneutem Wiederholen die wirklich wichtigen Sachen und die Gefahr, in unwichtigen Informationen unter zu gehen, ist kleiner. Es klingt zwar nach viel Arbeit, jedoch ist diese notwendig, um es später leichter zu haben. Also keine Panik. Wenn du dir das Lernen realistisch einteilst, steht einer positiven Prüfung nichts im Weg.

Publizistik-Tipp Nr. 4: Paperwork.

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Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass es keine gute Idee ist, das Ausdrucken aller Materialien auf einmal und kurzfristig anzugehen. Du könntest das Gefühl bekommen, in einem Zettelhaufen unter zu gehen. Gemischt mit Angst und Nervosität, ist das keine besonders schöne Kombination. Da kommen wir wieder auf die Wichtigkeit einer korrekten Planung zurück.

Zusätzlich solltest du mindestens zwei Seiten auf ein Blatt drucken, wenn möglich sogar beidseitig, um Papier zu sparen. Außerdem ist es auch gleich besser für deine Augen und deine Motivation, wenn dir ein erheblich dünnerer Stapel zuwinkt und auf dich wartet.

Ein Tipp, der dir dein Studentenalltag noch erheblich erleichtern würde, ist das Ausdrucken von Folien vor der Vorlesung. Manchmal ist es möglich, sie sich noch rechtzeitig vor der kommenden Vorlesung runterzuladen und auszudrucken. Das ermöglicht dir, die Mitschriften gleich neben der passenden Folie hinzuschreiben. Dadurch verhinderst du eine spätere Verwirrung.

Falls das nicht klappt, kannst du auch einfach die Foliennummer neben deiner Mitschrift hinschreiben. So weißt du genau, zu welcher Folie diese zusätzliche Information gehört.

Und mein letzter Tipp betrifft die Ordnung. Ich lege dir sehr ans Herz, dir die ausgedruckten Lernmaterialien und Mitschriften schnellstmöglich einzuordnen. Dadurch verhinderst du, dass in Zukunft Chaos entsteht, der – gerade in der Prüfungsphase – unerwünscht ist. Und für den Fall, dass du mal deinen Block verlieren solltest, sind nicht alle deine Mitschriften gänzlich verloren.

Publizistik-Tipp Nr. 5: Und nich vergessen…

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Du solltest dir auch unbedingt Zeit für dich selbst einteilen. Vor allem in der Prüfungszeit neigen StudentInnen dazu, sich nur auf das Lernen zu konzentrieren und vergessen deshalb darauf, auf sich selbst zu achten und sich mal eine Auszeit zu nehmen. Das ist verständlich, schließlich willst du alle Prüfungen beim ersten Antritt schaffen. Jedoch nützt es nichts zu versuchen, sich etwas zu merken, wenn keine Konzentration vorhanden ist.

Öffne ein Fenster, lüfte etwas den Raum oder halte ein kurzes Nickerchen. Auch Meditieren kann helfen, um sich einfach mal zu entspannen und Kraft für den weiteren Kampf mit dem Blätterhaufen zu sammeln. Manchmal hilft es jedoch nur, einfach mal raus zu gehen und abzuschalten. Neben den Pflichten, die zum Studentenleben dazu gehören, solltest du auf keinen Fall vergessen, dein Leben zu genießen.

Mit der richtigen Planung wird es dir gelingen, das Semester ohne Probleme zu schaffen. Aber für den Fall, dass du doch wo hängen bleiben solltest: keine Panik! Es ist völlig normal, dass da mal was schief läuft. Falls so ein Ausrutscher mal vorkommen sollte, solltest du auf keinen Fall den Kopf hängen lassen. Es gibt weitaus Schlimmeres. Du hast vier Antrittschancen pro Prüfung, also genug, um dir auch mal einen Fehltritt leisten zu können. Das gehört einfach zum Leben dazu.

So, ich hoffe, dass dir diese Tipps helfen können und dir einen besseren Einstieg in’s erstes Semester ermöglichen. Auch wenn das alles womöglich etwas abschreckend und verwirrend klingt, keine Sorge. Sobald du dich an dein Uni-Leben gewöhnt hast, wird dir die Welt viel klarer erscheinen.

Dieser Artikel erschien im Zuge unserer Reihe „Mein erstes Semester“. Du möchtest auch deine Erfahrungen teilen? Dann werde GastautorIn bei iamstudent!

Die Autorin über sich:

Mein Name ist Sanela und ich bin 21 Jahre alt. Zurzeit studiere ich Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien und befinde mich derzeit im 2. Semester. In meiner Freizeit lese ich gerne und schreibe eigene Geschichten. Wenn es mir an Motivation mangelt, schaue ich am liebsten Serien, genieße die Natur oder höre einfach nur Musik.